Kategorie: Buchführung Handelsrecht

  • Quasi-permanente Differenz

    Quasi-permanente Differenzen bedürfen einer Entscheidung des Bilanzierenden, um ausgeglichen zu werden. Sie führen zu latenten Steuern. Die andere Differenz, die zu latenten Steuern führt, ist die temporäre Differenz (= timing difference). Permanente Differenzen dagegen führen nicht zu latenten Steuern.

  • Ansatz

    Ansatz, genauer gesagt, Bilanzansatz, stellt die Frage, ob (!) etwas in die Bilanz aufgenommen wird oder nicht. Der Ansatz auf der Aktivseite besteht aus drei Schritten, zum ersten aus der Frage, ob ein Vermögensgegenstand vorliegt (= abstrakte Aktivierungsfähigkeit) oder nicht. Zweitens schaut man (nur bei Vermögensgegenständen), ob ein Aktivierungsverbot greift. Wenn ein Vermögensgegenstand vorliegt und…

  • Passive latente Steuer

    Passive latente Steuern entstehen, wenn zum einen eine temporäre Differenz oder eine quasipermanente Differenz vorliegt und zum anderen der handelsrechtliche Jahresüberschuss zunächst größer ist als der steuerrechtliche Jahresüberschuss (und sich diese Differenz wg. der o.e. Differenz wieder umkehrt). Der Unterschied zwischen den beiden Jahresüberschüssen wird multipliziert mit dem Grenzsteuersatz des Unternehmens und ergibt die Höhe…

  • Aktive latente Steuer

    Aktive latente Steuern entstehen, wenn zum einen eine temporäre Differenz oder eine quasipermanente Differenz vorliegt und zum anderen der handelsrechtliche Jahresüberschuss zunächst kleiner ist als der steuerrechtliche Jahresüberschuss (und sich diese Differenz wg. der o.e. Differenz wieder umkehrt). Der Unterschied zwischen den beiden Jahresüberschüssen wird multipliziert mit dem Grenzsteuersatz des Unternehmens und ergibt die Höhe…

  • Stille Rücklagen

    Stille Rücklagen (= stille Reserven) sind Rücklagen, die nicht offen in der Bilanz ausgewiesen sind. Sie liegen vor als Unterbewertung von Aktiva oder als Überbewertung von Passiva.

  • Ansatzwahlrecht

    Bei den Wahlrechten muss man Ansatzwahlrechte (= Aktivierungswahlrechte) und Bewertungswahlrechte unterscheiden. Bei Ansatzwahlrechte geht es darum, ob (!) eine Position in die Bilanz aufgenommen wird oder nicht. Bei Bewertungswahlrechten dagegen fragt man sich, nicht ob, sondern in welcher Höhe etwas in die Bilanz aufgenommen wird. Es gibt drei Ansatzwahlrechte, nämlich für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht…

  • Zinsstaffelmethode

    Die Zinsstaffelmethode wird mglw. angewendet beim Thema Aktivierung eines Disagios und Aktivierung eines Leasinggegenstands. Hierbei wird bei (beim Disagio für die Höhe der Abschreibung, beim Leasing für die Höhe des Zinsanteils) n Perioden in der ersten Periode ein Betrag von n/(1 + 2 + … + n) angesetzt, in der zweiten Periode dann (n –…

  • Disagio

    Wenn bei einem aufgenommenen Kredit ein größerer Betrag zurückgezahlt wird als ausgezahlt, so spricht man von einem Disagio (= Damnum). Es handelt sich ökonomisch also um einen Zins, zusätzlich zum „regulären“ Zins, der periodenabhängig bezahlt wird. Dieses Disagio darf (!) handelsrechtlich als Zinsaufwand behandelt werden in der ersten Periode (1. Möglichkeit) oder aber auch als…

  • Rücklagen

    Rücklagen bestehen aus offenen Rücklagen und stillen Rücklagen (= stillen Reserven). Offene Rücklagen sind offen in der Bilanz ausgewiesen, → stille Rücklagen nicht.

  • Gewinn- und Verlustrechnung

    Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) bildet die Erfolgskonten ab, also Aufwendungen und Erträge. Ihr Saldo ist der Jahresüberschuss, der wiederum in der Bilanz Teil des Eigenkapitals ist. Man darf die GuV nach dem Gesamtkosten- bzw. nach dem Umsatzkostenverfahren bilden. Ihre einzelnen Komponenten legt § 275 II HGB für das Gesamtkosten- und § 275 III HGB…

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